Altenpfleger

Daniel (20) macht eine Ausbildung im Altenheim

Daniel mit einer Seniorin

„Mir macht`s Spaß mit den alten Leuten. Mich freut es immer, wenn sie lachen und sich freuen, mich zu sehen. Oft erzählen sie auch Witze oder Geschichten von früher, echt interessant. Ich werde bei der Arbeit immer der freundliche junge Mann genannt. Männer sind selten in der Altenpflege, in meiner Klasse sind von 22 Leuten nur vier Jungs. Aber Altenpfleger ist mein Traumberuf, ich will nichts anderes machen.“

Tipp: Im Videobereich erfährst du mehr über Daniel und seine Arbeit, wenn du auf den grünen Kasten klickst.

Altenpfleger betreuen und pflegen ältere Menschen, die nicht mehr alleine zurecht kommen. Das heißt, sie helfen ihnen beim Waschen und Essen, geben ihnen ihre Medikamente oder wechseln Verbände. Außerdem sind sie für die Freizeit der alten Menschen zuständig: Sie lesen, spielen, singen, malen oder kochen gemeinsam mit ihnen oder organisieren Ausflüge und Feste.

Eigentlich mindestens einen Realschulabschluss. Aber auch Leute mit Hauptschulabschluss können Altenpfleger werden – wenn sie vorher schon eine andere Ausbildung gemacht haben. Wenn du einen Hauptschulabschluss hast, könnte der Beruf des Altenpflegehelfers für dich geeignet sein. Infos darüber findest du hier. Vor der Ausbildung musst du ein ärztliches Attest abgeben, in dem steht, dass du gesund bist. Außerdem verlangen viele Ausbilder, dass du mindestens 18 Jahre alt bist. Oft wird auch verlangt, dass man ein Führungszeugnis vorlegt, in dem steht, dass du keine Straftaten begangen hast. Dieses Dokument bekommst du im Rathaus deiner Stadt oder Gemeinde.

Die eine Hälfte ist die Theorie, die andere die Praxis. Den praktischen Teil lernst du bei deinem Arbeitgeber. Das kann ein klassisches Altenheim sein, eine Alten-WG mit betreutem Wohnen oder ein ambulanter Pflegedienst, der die Seniorinnnen und Senioren in ihrem Zuhause betreut. Die Theorie bekommst du an einer Altenpflegeschule beigebracht. Zum Unterricht gehören zum Beispiel Medizin und Recht, aber du lernst auch viel über den richtigen Umgang mit Menschen und darüber, wie man ihnen am besten helfen kann.

Drei Jahre. Du kannst aber auch eine Teilzeit-Ausbildung machen, die dauert dann bis zu fünf Jahren. Zum Abschluss gibt es eine Prüfung: Zuerst musst du eine Klausur schreiben und einen mündlichen Test bestehen. Und später musst du ganz praktisch zeigen, wie du alte Menschen pflegst und betreust. Danach darfst du dich „staatlich examinierter Altenpfleger“ nennen.

Bei allen Altenpflegeschulen. Außerdem musst du dich um einen Platz für die praktische Ausbildung kümmern. Den Praxisteil kannst du zum Beispiel in einem Altenheim machen oder beim ambulanten Pflegedienst. Außerdem kommen noch Tagespflegeeinrichtungen in Frage. Eine Liste mit Adressen findest du hier: http://berufenet.arbeitsagentur.de

In der Regel kannst du damit rechnen, pro Monat brutto (also vor Abzug der Steuern) etwa so viel zu verdienen: 1. Ausbildungsjahr: 807 Euro, 2. Ausbildungsjahr: 867 Euro, 3. Ausbildungsjahr: 966 Euro. Nach der Ausbildung verdient ein Altenpfleger ungefähr 2.000 Euro, für Nachtdienste gibt es eine Zulage, und wer eine Leitungsposition übernimmt, verdient natürlich mehr.

Weil es immer mehr ältere Menschen in Deutschland gibt, sind die Aussichten sehr gut, dass du übernommen wirst oder schnell eine gute Stelle findest. Manchmal möchten alte Männer lieber von männlichen Altenpflegern betreut werden als von Frauen – auch darum stehen deine Chancen echt gut, wenn du dich als Mann für diesen Beruf entscheidest. Du kannst dich nach der Ausbildung natürlich auch weiterbilden und zum Beispiel Fachwirt für Alten- und Krankenpflege werden oder als Fachaltenpfleger oder Stations- oder Pflegedienstleiter arbeiten. Manche Altenpfleger machen sich auch selbstständig und gründen einen eigenen Pflegedienst oder werden Lehrer an einer Altenpflegeschule.

Die Agentur für Arbeit hat die wichtigsten Infos auf dieser Seite zusammengestellt: http://berufenet.arbeitsagentur.de.

Forum: Wenn du dich mal mit Altenpflegeschülern unterhalten willst, schau doch mal in diesem Forum vorbei: http://forum.pflegenetz.net

Wie der Tag eines Altenpflegers abläuft, kannst du hier nachlesen: www.planet-beruf.de

Erfahrungsberichte aus Ausbildung und Beruf findest du hier: www.ciao.de

Eine tolle Möglichkeit zum Reinschnuppern ist natürlich ein Praktikum oder auch ein Freiwilliges Soziales Jahr. In vielen Einrichtungen für ältere Menschen bist Du auch als ehrenamtlicher Helfer willkommen, Du könntest zum Beispiel den Bewohnern und Bewohnerinnen vorlesen oder mit ihnen spazieren gehen. Frag einfach mal bei der Heimleitung nach. Viele nutzen auch den Zivildienst dafür, das Berufsfeld Altenpflege kennen zu lernen, denn in vielen Einrichtungen gibt es Stellen für Zivis.

Kostenlose Info-Mappe bestellen!: Unter dem Titel "Altenpflege - Komm ins Team!" hat das Bundesfamilienministerium ein kostenloses Heft mit allen wichtigen Infos zum Beruf geschrieben. Die Info-Mappe kannst du hier bestellen: www.bmfsfj.de

Witziger Berufefilm: Einen Altenpfleger beim Puddingesswettbewerb und beim Kaffeekränzchen kannst du in diesem kurzen Video der Diakonie sehen: www.diakonie.de/5048_4430_DEU_HTML.htm

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