Krankenpfleger

Benjamin (23) ist gerne im Krankenhaus

Foto: www.zivildienst.de

„Ich finde es spannend zu sehen, wie die komplexen Vorgänge im Körper zusammenspielen und der Organismus dadurch als Ganzes funktioniert. Zu meinen Aufgaben zählen die Körperpflege der Patienten und die sogenannte Krankenbeobachtung, zu der die Vitalzeichenkontrolle gehört. Dabei messe ich Blutdruck, Puls und Temperatur der Patienten und trage dies in die entsprechende Krankenakte ein. Außerdem führe ich Arztanordnungen durch, - also ich gebe den Patienten Spritzen oder Infusionen. Auch Wundversorgung und Verbände wechseln gehört zu meinen Tätigkeiten. Ich finde es immer wieder schön, wenn Patienten, die ich betreut habe, gesund nach Hause entlassen werden. Aber obwohl mir mein Beruf viel Spaß macht, finde ich den Schichtdienst und die Arbeit am Wochenende manchmal anstrengend. Eigentlich wollte ich ja mal Fachinformatiker werden. Aber jetzt gibt es für mich nur noch einen Traumberuf: Krankenpfleger.“

Er betreut und versorgt eigenverantwortlich kranke und pflegebedürftige Menschen, assistiert den Ärztinnen und Ärzten bei den Untersuchungen und Behandlungen oder kümmert sich selbstständig um medizinische Behandlungen, die die Experten verordnet haben. Außerdem muss er regelmäßig aufschreiben, wie es den Patienten geht und wie sie behandelt werden. Krankenpfleger arbeiten hauptsächlich in Krankenhäusern, Facharztpraxen oder Gesundheitszentren. Beschäftigt sind sie auch in Altenheimen oder in Wohnheimen für behinderte Menschen

Einen Realschulabschluss. Als Hauptschüler kannst du nur dann Krankenpfleger werden, wenn du vor der Ausbildung schon eine andere Ausbildung (zwei Jahre) absolviert hast. Außerdem können Hauptschüler sich bewerben, wenn sie vorher eine einjährige Ausbildung zum Krankenpflegehelfer oder Altenpflegehelfer gemacht haben.

Der theoretische und praktische Unterricht findet an Krankenpflegeschulen statt, die häufig Krankenhäusern angegliedert sind. Den Unterricht besuchen die Krankenpflegeschüler entweder parallel zur praktischen Ausbildung ein- bis fünfmal wöchentlich oder zusammengefasst zu ein- oder mehrwöchigen Unterrichtsblocken. Diese wechseln sich mit der praktischen Ausbildung ab. Die praktische Ausbildung wird in den verschiedenen fachmedizinischen Abteilungen von Krankenhäusern absolviert.

Drei Jahre. Zum Abschluss musst du eine schriftliche und eine mündliche Prüfung bestehen. Außerdem musst du ganz praktisch zeigen, wie du Menschen pflegst oder medizinisch behandelst.

An allen Krankenpflegeschulen. Adressen findest du hier: www.pflegewiki.de

Im ersten 1. Ausbildungsjahr bekommst du 807 Euro, im 2. Ausbildungsjahr: 867 Euro, und im 3. Ausbildungsjahr: 966 Euro.

Danach kannst du dich weiterbilden und zum Beispiel OP-Pfleger im Operationssaal werden oder als Intensiv-Pfleger schwer Kranke auf der Intensivstation versorgen.

Hier kannst du einen Bericht von Raico (25) lesen, der eine Ausbildung zum Krankenpfleger gemacht hat. „Meinen Job als Krankenpfleger halte ich für sehr wichtig, wir werden schließlich alle mal krank und wollen dann gut betreut werden“, sagt er. Aber er sagt auch ganz offen, was ihm in diesem Beruf nicht so gut gefällt: www.wassollwerden.de

Hier gibt’s ein Forum für Krankenschwestern und Krankenpfleger, dort kannst du deine Fragen loswerden: ww.krankenschwester.de/forum

Nützliche Infos hat natürlich auch die Arbeitsagentur: http://berufenet.arbeitsagentur.de

Kristian ist 24 Jahre alt und arbeitet als Krankenpfleger. Hier kannst du lesen, wie ein Frühdienst im Krankenhaus abläuft und welche Aufgaben er dort bewältigen muss: www.planet-beruf.de

Tipp: Eine tolle Möglichkeit zum Reinschnuppern ist ein Praktikum oder auch ein Freiwilliges Soziales Jahr. Viele nutzen auch den Zivildienst dafür, die Arbeit in der Krankenpflege kennen zu lernen, denn in vielen Einrichtungen gibt es Stellen für Zivis. Manchmal bist du dort auch als ehrenamtlicher Helfer willkommen. Frag doch einfach mal bei der Leitung nach!

Übrigens: Ganz offiziell heißt der Beruf gar nicht mehr Krankenpfleger. Man hat ihn nämlich umbenannt in "Gesundheits- und Krankenpfleger"!

Witziger Berufefilm: Eine Krankenschwester im Saunawettbewerb? Was soll das denn? In diesem kurzen Video der Diakonie gibt`s die Antwort: www.diakonie.de/5048_5043_DEU_HTML.htm

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