Hast Du 'n Problem?
Geht's noch?
Ein bisschen aggressiv ist der Spruch auf dem T-Shirt ja schon, aber…
Der Junge meint`s ernst, wortwörtlich eben.
Er möchte wirklich wissen, ob du ein Problem hast, weil er dir dann helfen will. Er kümmert sich um seine Freunde und nimmt Rücksicht auf Andere.
Manche finden das vielleicht uncool, zu soft, nicht richtig männlich. Aber gerade solche Typen wie der mit dem T-Shirt kommen gut an, nicht nur im Freundeskreis, sondern auch, wenn es um einen Ausbildungsstelle geht.
Gute Noten sind wichtig – keine Frage. Aber: Gute Noten sind nicht alles. In vielen Stellenanzeigen steht etwas davon, dass du „soziale Kompetenzen“ haben sollst. Das klingt ja ganz schön abgehoben und wichtig.
Aber keine Angst: Jeder hat soziale Kompetenzen – Du auch!
Damit ist nämlich gemeint, dass du ganz viele Sachen drauf hast, die dich zu einem guten Mitschüler, Arbeitskollegen oder Freund machen:
- Auf dich können die Anderen sich verlassen. Du lässt niemanden hängen.
- Wenn Du sagst „Das mach ich“, dann machst du’s auch!
- Du ziehst nicht nur dein Ding durch, sondern hilfst auch mal den Anderen. Du bist ein guter Team-Player.
- Wenn’ s mal Streit gibt, bleibst du trotzdem ruhig. Selbst wenn du Dich total aufregst, fängst Du nicht an, die Anderen zu beschimpfen und zu beleidigen.
- Wenn andere sich streiten, versuchst du zu vermitteln und zu schlichten, damit nicht alles noch viel schlimmer wird.
- Und wenn dir einer sagt, dass du einen Fehler gemacht hast, flippst du nicht gleich aus.
- Du hörst den Anderen zu und respektierst, dass sie auch mal eine andere Meinung haben als du.
Keiner ist perfekt, und es kann sein, dass manche Sachen dir echt schwer fallen. Aber: soziale Kompetenzen kann man lernen, und zwar überall da, wo Menschen was zusammen machen:
- In der Schule: Dort lernst du, mit den unterschiedlichen Leuten aus deiner Klasse klar zu kommen. (Teamfähigkeit)
- In der Familie: Wenn du auf deine kleinen Geschwister aufpasst oder ein paar Jobs im Haushalt übernimmst, lernst du Verantwortung.
- Im Sportverein: Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man – so ist das eben. Einfach locker bleiben, das lernt man beim Sport am besten.
- In der Ausbildung: Klar, dass du noch nicht alles kannst. Hier lernst du, Kritik auszuhalten und über Fehler nachzudenken. Nur so kannst du besser werden.
- Bei der Arbeit: Wenn du dort nicht pünktlich und zuverlässig bist, gibt’s Ärger.
- Mit deinen Freundinnen und Freunden: In der Clique geht's nicht ohne Teamwork.
Im Beruf werden soziale Kompetenzen übrigens immer wichtiger. Schließlich hast du da fast immer mit Menschen zu tun.
Die Arbeitswelt hat sich nämlich geändert.
Früher gab es viel mehr Jobs in Fabriken oder in der Landwirtschaft. Und wer nur am Fließband stand oder alleine auf dem Trecker saß, musste kaum mit anderen Menschen umgehen. Weil heute aber so viele Produkte von Maschinen und Robotern hergestellt werden, braucht man kaum noch stille Arbeiter für das Fließband und schweigsame Treckerfahrer.
In den Dienstleistungsberufen werden dafür immer öfter Leute gesucht, die soziale Kompetenzen mitbringen.
Check das aus!
Hier kannst du testen, wie fit du in Sachen Sozialkompetenz bist. Der Psychotest dauert nur zehn Minuten: www.wassollwerden.de













