Arbeit & Bildung
Vielen mühsam entwickelten Erfindungen ist es zu verdanken, dass man sich im Berufsalltag schneller und besser verständigen kann. Zudem fördern innovative Hilfsmittel die Produktivität in der Wirtschaft und leisten dadurch einen entscheidenden Beitrag für den heutigen Wohlstand. Zu solchen Erfindungen gehört beispielsweise die Schreibmaschine, die vom US-Amerikaner Christopher Latham Sholes erfunden wurde. Sholes war ein genialer Erfinder und kann zahlreiche Patente vorweisen. Seine interessante Geschichte beginnt in einer kleinen Werkstatt in Milwaukee, einer Stadt im US-Bundesstaat Wisconsin. Es war eine schwere Zeit für ihn und seinen Helfern, da es sehr lange dauerte, bis er mit seiner Erfindung endlich Geld verdienen konnte. Auch dann waren die Einnahmen entsprechend dem Aufwand und der kreativen Leistung sehr gering. Aufgrund einiger Ungereimtheiten mit seinem Partner verkaufte er sein Patent nämlich für eine geringe Summe weiter. Mit dem Verzicht auf eine Beteiligung an allen zukünftig verkauften Schreibmaschinen machte Sholes dann auch noch einen schwerwiegenden Fehler. Seine Erfindung wurde nämlich später von einem anderen Unternehmen sehr erfolgreich weitergeführt. Hätte Sholes auf eine Beteiligung bestanden, wäre er ein reicher Mann geworden.
Auch kleine, auf den ersten Blick unbedeutsam erscheinende Erfindungen wie der Textmarker haben die Bereiche Arbeit und Bildung geprägt. Das kleine Hilfsmittel wurde von Johann Friedrich Wilhelm Adolf Baeyer im Jahre 1871 erfunden. Baeyer ist gebürtiger Berliner und war noch zu Lebzeiten einer der renommiertesten Chemiker weltweit. Er ist es gewesen, der die Indigosynthese entwickelte und das Phenolphtalein synthetisierte. Vor der Erfindung des Textmarkers wurden überwiegend Filzschreiber aus Japan verwendet. Die Stifte waren eigentlich als Malstifte für Kinder gedacht, kamen aber vermehrt in Büros zum Einsatz, um damit Textpassagen markieren zu können. Baeyer erkannte die Lücke und kam auf die Idee, Stifte mit Fluoreszenzfarbstoffen zu versetzen. Mit der Umsetzung war der Textmarker geboren, der heute einen riesigen Absatzmarkt hat.
Nicht zu vergessen ist die Entwicklung des Papiers. Es handelt sich dabei um eine sehr alte Erfindung. Mit der Erfindung des Papiers Anfang des ersten Jahrhundert n. Chr. in China musste man nicht mehr auf Tontafeln zeichnen. Offiziell wird ein gewisser Tsai-Lun als Erfinder bezeichnet. Tsai-Lun nahm für die Zusammensetzung alte Seidenabfälle und Lumpen. Nachdem diese gereinigt und zerfasert wurden, zerstampfte, kochte und bewässerte er sie anschließend. Aus der entstandenen Brühe wurden einzelne Lagen mit einem Sieb abgeschöpft. Nachdem das Wasser aus dem Sieb komplett herausgetropft war, blieb eine Schicht übrig. Auf dieser konnte schließlich erstmals geschrieben werden.