Energie & Brennstoffe
Seit der Erfindung des Stroms gilt die Konzentration auf die Entwicklung sowie Erschließung günstiger und effektiver Energiequellen. Zahlreiche Erfinder haben hierzu innovative Verfahrenstechniken entdeckt. Zu den modernen Varianten der Stromgewinnung gehören die Solarenergie und die Windkraftanlage. Erfunden wurde die Solarenergie bereits im 18. Jahrhundert in der Schweiz von Horace-Benedict de Saussure. Hierbei handelt es sich um eine technische Anlage zur Umwandlung von Sonnenenergie in Wärme oder elektrische Energie. Bei dieser Art von Energieerzeugung unterscheidet man zwei Prinzipien. Thermische Solaranlagen liefern Wärme, die entweder direkt als solche genutzt wird oder die zur Umwandlung in elektrischen Strom dient. Photovoltaik Anlagen wandeln die Sonnenenergie unmittelbar in elektrischen Strom um.
Bereits in der Antike war die thermische Nutzung der Sonnenenergie bekannt. Archimedes soll große Hohlspiegel als Waffen eingesetzt und mit konzentriertem Sonnenlicht feindliche Schiffe in Brand gesetzt haben. Erst dem französischen Physiker Alexandre Edmond Becquerel, der 1839 den fotoelektrischen Effekt entdeckte, gelang es aus Sonnenenergie Strom zu erzeugen. Die Grundlage für diese Umsetzung lieferte die Erfindung des Stroms, das auf die Forschungen von Werner von Siemens zurückgeht. Die technische Nutzung des elektrischen Stroms begann, nachdem Werner von Siemens um 1866 das dynamoelektrische Prinzip entdeckte und den ersten elektrischen Generator entwickelte. Nachfahren seines Modells sind die bekannten Dynamos an Fahrrädern, mit denen die Fahrradlampen betrieben werden. Später entstanden die ersten Kraftwerke, in denen Wasserturbinen oder Dampfmaschinen die angeschlossenen Generatoren zur Stromerzeugung antrieben. Über das stets weiterentwickelte Stromnetz konnten immer mehr Städte schließlich mit elektrischem Strom versorgt werden.
Eine weitere geniale Erfindung ist die Zentralheizung. Mit der Zentralheizung können heute ganze Wohnkomplexe und Häuser erwärmt werden. Die Idee, mehrere Bereiche eines Hauses von einem zentralen Ort aus mit Wärme zu versorgen, hatten schon die alten Römer. Sie hatten gut gebaute Kanalsysteme, womit sie heißen Dampf in ihre Thermen leiteten.
Die moderne Zentralheizung wurde 1716 von Marten Trifvald erfunden. Zu jener Zeit war für den normalen Bürgerhaushalt das zentrale Heizungssystem jedoch viel zu kostenintensiv. Erst als 1875 die industrielle Produktion von Niederdruck-Dampfkesseln aus stabilem Gusseisen begann, wurde Zentralheizung wieder aktuell und konnte zu geringen Preisen in die Häuser eingebaut werden. In Deutschland wurde die Zentralheizung mit Warmwasserversorgung erst ab den 1970 er Jahren allmählich zum Standard.