Mode & Bekleidung
Mode und Bekleidung verändern sich zwar mit jedem Jahr, es gibt jedoch einige Persönlichkeiten, die mit ihren Erfindungen das gesamte Segment beeinflusst haben. Einige wichtige dieser Erfindungen sind die Blue Jeans, der Reißverschluss sowie die Nähmaschine.
Die Blue Jeans beispielsweise wurde 1873 von Levi Strauss entwickelt. Strauss wurde zwar in Bamberg geboren, er wanderte jedoch bereits im Kindesalter mit seiner Mutter nach New York aus. Dort schloss er sich 1853 den Goldsuchern an. Mit ihnen ging er nach San Francisco und gründete dort einen Handel für Stoffe und Kurzwaren. Der überwiegende Teil seiner Kunden waren Goldgräber, die besonders strapazierfähige Hosen benötigten. Strauss kam daher auf die Idee, aus den mitgebrachten Zeltplanen Hosen anzufertigen. Die Goldgräber waren begeistert und fragten öfters nach dem neuen Modell. Strauss stieß anschließend auf einen besonders gewebten Baumwollstoff, den er aus der italienischen Stadt Genua importierte. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass die Hosentaschen von den Goldgräbern extrem strapaziert wurden und die Nähte nicht stark genug waren. Der Schneider Jacob Davis schlug vor, die am meisten beanspruchten Stellen mit den Nieten eines Pferdegeschirrs zu verstärken. Daraufhin erhielten Strauss und Davis 1873 ein Patent auf ihre Blue Jeans mit Metallnieten. Zehn Jahre später produzierten schon 500 Mitarbeiter Hosen für Levis Strauss. Die Jeans kam jedoch erst in den 1950 er Jahren nach Deutschland und Europa.
Eine andere geniale Erfindung ist die Nähmaschine. Um 1800 entwickelte der Rheinländer Balthasar Krems eine Nähmaschine, die viele Merkmale heutiger Maschinen besaß. Krems setzte seine Maschine für die industrielle Fertigung von Mützen ein. Einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der Nähmaschine leistete der Amerikaner Elias Howe. Howe hatte jedoch nicht genug Geld, um seine Erfindung zum Patent anzumelden. Seine Idee griff ein Mann namens Isaac Merritt Singer auf, der die Nähmaschine populär machte.
Auch die Erfindung des Reißverschlusses im Jahre 1893 geht auf einen Mann zurück. Es war der US-Amerikaner Whitcomb Judson. Whitcombs Reißverschluss bestand aus zwei Seitenteilen mit kleinen Zähnen und einem Schieber, mit dem die Zähne ineinander verhakt und wieder gelöst werden konnten. Bei modernen Reißverschlüssen werden seit 1975 immer häufiger Kunststoffzähne verwendet. Eine besondere Form ist der 2-Wege-Reißverschluss, der sich an beiden Enden öffnen oder schließen lässt. Im Jahr 1951 bekam der Reißverschluss erstmals Konkurrenz, als nämlich der Schweizer Erfinder Georges de Mestral seine Entwicklung eines textilen Klettverschlusses zum Patent anmeldete.